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Plantsch! Die Ötschergräben – der Grand Canyon Österreichs
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Wasser ist das vorherrschende Element auf dieser Wanderung. Tosend oder plätschernd – es begleitet uns die ganzen zweieinhalb Stunden vom Naturparkzentrum Ötscher-Tormäuer in Wienerbruck bis zum Stausee Erlaufklause.

Als Hochsommer-Tour bestens geeignet

Bei Sommerwanderungen früh loszugehen lohnt sich immer. Nicht nur, um nicht direkt in der prallen Mittagssonne einzusteigen, sondern auch um den anderen wanderlustigen Menschen etwas voraus zu sein (ein Wochentag ist dem Wochenende jedenfalls vorzuziehen). Am 22. Juni 2017, als wir uns auf den Weg durch die sanft ansteigenden Ötschergräben gemacht haben, war es hochsommerlich heiß.

Eine echte Erfrischung für Jung und Älter – und gewisse Vierbeiner

Mit knapp über 8 Kilometern Länge, rund 250 Metern Auf- und Abstieg und der Möglichkeit, den Rückweg mit der inzwischen sehr modernen Mariazellerbahn zu bestreiten ist die Tour bestens für Jung und Alt – oder Älter – geeignet. Trittsicher und schwindelfrei sollte man allerdings sein. Das Kombiticket mit Eintritt in die Ötschergräben und Rückfahrt mit dem Zug (5 Euro für Erwachsene) kann man in der Naturparkbasis vor der Wanderung erwerben. Ein bisschen Badespaß zwischendurch im ziemlich erfrischenden Wasser des Ötscherbachs macht nicht nur Kindern Spaß, wie ihr im Video sehen könnt!

Eine Wanderung für alle Sinne

Der namensgebende zweithöchste Berg Niederösterreichs (Ötscher) ist nur manchmal im Blickfeld. Stattdessen wartet diese Schluchtenwanderung mit blaugrünem, glasklarem Wasser und einer farbenprächtigen Pflanzenwelt auf. Im Juni entdeckten wir vor allem Feuerlilien in ihrer vollen Pracht. Das Rauschen des Wassers ständig im Ohr, die intensiven Farben der Landschaft vor Augen, das kühle Nass auf der Haut und in den mitgebrachten Wasserflaschen – diese Tour ist im wahrsten Sinne des (Sprich)Wortes mit allen Wässern gewaschen.

 

Über Stege und Steige zum Ötscherhias

Fast der gesamte Wanderweg führt über befestigte Steige, über den Kalkstein des Ötschermassivs, durch Tunneln im Gestein, über Brücken und Holzstege und ganz klar: vorbei an unzähligen kleinen und einigen größeren Wasserfällen. Der Ötscherhias – ein einfaches Schutzhaus – wartet kurz vor dem Ausstieg aus dem Canyon auf Hungrige. Der Durst ist an dieser Stelle meist schon durch das glasklare Gebirgswasser gestillt. Der Ausstieg ist hier allerdings kein Muss! Wer noch Energien hat, kann noch ein wenig in der Schlucht bleiben und den ca. 30 Minuten entfernten Mirafall besuchen!

Stausee Erlaufklause – die Mariazellerbahn ist nicht mehr weit

Nach der Rast beim Hias gilt es noch einen kurzen, recht steilen Anstieg durch einen Wald hinauf zum Stausee Erlaufklause zu bewältigen. Dann sieht man es schon, das türkisblaue Wasser der Erlauf. Und kaum dort angekommen ertönt meist auch recht bald das Horn der Mariazellerbahn. Am einige Hundert Meter entfernten Bahnhof Erlaufklause steigt man dann in den Zug und lässt sich bequem zum Ausgangspunkt nach Wienerbruck zurückbringen.

Hard Facts

 

Ausgangspunkt
Naturparkzentrum Ötscher-Tormäuer, Langenseitenrotte 144, 3223 Wienerbruck
Wanderweg
anfangs über Forststraße, danach über befestigte Steige (teilweise mit Seilen zum Festhalten), Felsen, Stege und Brücken und ein kurzes, etwas steileres Stück im Wald
Schwierigkeitsgrad
leicht; Wanderung für Hunde, Kinder und trittsichere, ältere Menschen gut geeignet; man sollte unbedingt schwindelfrei sein; Orientierung auch ohne Karte problemlos
Gehzeit
2-2,5 Stunden
Niedrigster Punkt
630 Meter
Höchster Punkt
838 Meter
Kosten
3 Euro Eintritt in die Ötschergräben (Kinder 1,50 Euro),
5 Euro für Kombiticket Eintritt und Bahnfahrt retour (Kinder 2,50 Euro),
4 Euro Tagesparkgebühr für Autos

Einkehrmöglichkeiten
Naturparkzentrum Ötscher-Tormäuer (an der Ein- und Ausstiegsstelle) und Ötscherhias (unübersehbar an der Abzweigung Richtung Erlaufklause gelegen)

Anreisemöglichkeit
Mit dem Auto oder mit der Bahn (Bahnhof Wienerbruck)

Ausrüstung
Bergschuhe oder Trekkingschuhe; Kleidung je nach Witterung

 

Eine Tour für alle Sinne und fast alle Jahreszeiten! Die alpine Landschaft in den Ötschergräben ist durch die niedrige Seehöhe meist von Farbklecksen übersät – die Pflanzenwelt ist reichlich und bunt! Der Ötscherbach ist immer glaskar. Der Wanderweg ist nur im Winter gesperrt.

 

Wanderlust-Tipp:
Perfekt im Sommer, da das kühle Nass immer in Reichweite liegt.

 

 

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